africaineEin jüngeres und sehr erfreuliches Phänomen ist das Verschwinden der Berührungsängste westlicher Musiker gegenüber afrikanischen Rhythmen. Was lange nur unter dem absurden Begriff „Weltmusik“ als Tonbeispiel oder Rarität funktionieren durfte wird plötzlich angefasst, bearbeitet und vorbehaltslos mit dem eigenen Output melangiert. In genau diesem Handwerk brilliert das Duo Africaine 808, das wir, da es sich quasi um eine Berliner Supergroup handelt auch mit einem gebührenden Reputations- und Referenzfeuerwerk vorstellen wollen: Bei den Protagonisten dieser ziemlich einzigartigen afro- und polyrhythmischen EDM-Unternehmung handelt es sich nämlich einerseits um Dirk Leyers, der zusammen mit Matias Aguayo seiner Zeit unter dem Namen Closer Musik als einer der ersten Acts auf dem Kölner Label Kompakt veröffentlichte, sowie andererseits um die Berliner Streetart-Legende Nomad, der sich eben nicht nur erfolgreich mit skurrilen Wandzeichnungen, sondern auch als Resident-DJ des Broken Hearts Clubs und mit der Veranstaltungsreihe Vulkandance die Berliner Nächte um die Ohren schlug. Vulkandance heißt dann auch das Label was Nomad und Leyers sowohl als Platform für rare und ungehörte Musik aus aller Welt, als auch als Ventil für Africaine 808 selbst betreiben, und gleich mit ihrem ersten Track «Tummy Tummy» einen veritablen Hit landeten, der (noch eine Referenz) von Erobique über Shir Khan bis Jamie XX wirklich allen zu gefallen schien.

A recent and very welcome phenomenon is the disappearance of reserve towards african rhythms. What for a long time was only heard as demonstration material for the absurd term „world music“ is suddenly touched, reworked and wholeheartedly collaged with western musicians’ own creative output. A craft mastered by the Duo Africaine 808 which, since it is a little bit of a Berlin supergroup, we will introduce with a due list of reputations and references: The protagonists of this rather unique poly- and afro-rhythmic EDM-venture are no other than Dirk Leyers, who together with Matias Aguayo was among the very first artists to release via the newly founded umbrella of Kompakt Records with their project Closer Musik, and Berlin street-art legend Nomad, who did not only spend his time pulling all-nighters with painting murals but also with being a resident DJ for Broken Hearts Club and running the party series Vulkandance. Vulkandance is now also the name of the duo’s record label which functions both as a platform for rare and unheard music from all over the world and as the outlet for Africaine 808 themselves, whose very first track «Tummy Tummy» can be considerd a hit pleasing Very Important DJs such as Erobique, Shir Khan and Jamie XX.