isolation_berlinDas neueste Qualitätsprodukt des Berliner Musikunternehmens staatsakt kommt aus Berlin, singt von Berlin und heißt sogar irgendwie mit Berlin, nämlich Isolation Berlin. Dass das Potential der Gruppe als Posterboys der nächsten Stadtmarketing-Kampagne allerdings in beruhigendem Maße begrenzt ist, zeigen Zeilen wie «Ich glaube ich nehm’ die nächste U-Bahn und fahr zum Bahnhof Zoo / Dann nehm’ ich mir nen Strick und häng mich auf im Damenklo». Die vier Mitglieder der isolationistischen Boyband heißen Tobi, Max, David und Simeon, «vier gebrochene Herzen, die die Wogen der Großstadt wie Abfallprodukte der Spaßgesellschaft in die rauchigsten Bars der Stadt geschwemmt hat», wie das Quartett selbst über sich verrät. Als läge Kreuzberg noch immer im Schatten der Mauer schrammelt sich die Band liebeskummertrunken und mit der Rio-Reiser-Gedenkmedaille am Revers durch die graue Großstadt-Melancholie. Klingt nostalgisch? Ja!

The latest product of Berlin-based music enterprise staatsakt is from Berlin, sings about Berlin and is even called something with Berlin, namely Isolation Berlin. Nevertheless the band’s potential as poster boys for the next city marketing campaign is limited. It is a different Berlin that Tobi, Max, David and Simeon place their heartbroken songs in – grey and melancholic, isolated, alienated, a Berlin from the past. Referencing snotty German pop music from the 70s and 80s such as Rio Reiser, Udo Lindenberg or Fehlfarben, Isolation Berlin step back to a time when it wasn’t the Apple Store that brought kids to Bahnhof Zoo. Sounds nostalgic? Yes! If you ever wondered what brought Bowie to this city – these guys have answers.