2013
Pfeilschwanzkrebse, Sojaprotein, Tapioca-Perlen, Lichis und ein betörender Kiefer – nicht die üblichen Zutaten eines Popsongs. Jedoch schließen wir uns an: «There is no more day without this song», zutreffend formuliert in einem Kommentar unter dem Video zu Easters Single Alien Babies. Und dieses verführerische Futurefood- und Bio-Horror-Manifest ist nur die Einstiegsdroge in ihr berauschendes Album «The Softest Hard», veröffentlicht auf dem Label des Neuköllner Künstlerkollektivs Ramin Ton. Stine Omar Midtsæter und Max Boss überführen Sound und Sprache, die in ihrer unterkühlten Sinnlichkeit im trockenen No Wave der 80er wurzeln in ein dystopisches Jetzt. Easter sind unheimlich aber sexy, David Cronenberg für Engtänzer, post-gender, post-human vielleicht?
2016 Super Sunday
Am 20. Dezember 2005 trafen sich Max und Stine in einem Nudelrestaurant. Max mochte Stine, Stine mochte Max und Ostern war nur noch ein paar Monate hin… Seitdem agiert das Kunst-Pop-Duo Easter als Gesamtkunstwerk. Ihr Auftreten ist unterkühlt, der Sound synthetisch, die Texte verstörend, futuristisch, nicht von dieser Welt. Auf das Album »The Softest Hard« und den Überhit »Alien Babies« folgten »New Cuisine Pt. 1«, das Mixtape »Beige Eyes« sowie die erste Staffel der surrealen Seifenoper »Sadness is an Evil Gas Inside of Me« mit Anika, Britta Thie und Lars Eidinger. Easter gehen einen unvergleichlichen künstlerischen Weg, mit stoischer Ruhe spielen sie die Asse aus dem Ärmel: So zum Beispiel die langerwartete EP »New Cuisine Pt.2«, die in der Volksbühne erstmalig live präsentiert wird.