Arone and Aron sind Buke and Gase. Sie leben und arbeiten in Brooklyn. Sie sind ein Duo und klingen nach sehr viel mehr. Denn: Aron erfindet und baut ungewöhnliche Instrumente. Zum Beispiel die Buke, eine elektrische Bariton-Ukulele, oder den Bass einen Hybrid aus Gitarre und Bass. Und das sind noch gemäßigte Exemplare seines Handwerks. Auf der Webseite des Instrumentenbauers finden sich neben Midi-Pfeiffen aus Abflussrohren für die Blue Man Group auch sonderbare Chordsticks für die neoklassischen Seitensprünge von The-National-Gitarrist Bryce Dessner. Dieser hat generell ein Faible für Buke and Gase, die, der Legende nach von seiner Schwester entdeckt, bereits zwei LPs auf seinem Label Brassland veröffentlichten. So weit, so gimmicky könnte man meinen. Cool Story Bro, wenn da nicht die Musik wäre. Arone und Aron klingen rau und vertrackt und spielen einen experimentellen Rock, der nicht an Huuurz! sondern an Wye Oak oder die Dirty Projectors erinnert. Die raffinierten Innovationen werden rein funktional eingesetzt, das Duo wird live zum Multitask-Erlebnis aus Eigenbauten, Effektpedalen und Perkussionsautomatismen, welches ein mitreißendes Songwriting energisch in Szene setzt. Wohlige Dissonanzen aus den Kategorien post und prog, Vierfünftel- und Sechsachtelgeschichten, Arones Stimme wildert in den Gefilden von Karen O oder Sharon van Etten. «There’s more to Buke and Gase than a good story.» schlussfolgert Pitchfork und der NME gibt 9 von 10 Punkten.
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