Alle Erwartungen werden erfüllt wenn ein Waliser, ein Amerikaner und ein Schwede nach Berlin ziehen und im monumentalen DDR-Funkhaus Nalepastraße eine Post-Punk-Band namens Plattenbau gründen. Hans Tobias, Lewis Lloyd und Brandon Walsh beschreiben ihren scheppernden Wave folgerichtig als post-ideologischen Surrealimus; die zehn Stücke ihres ebenso mit Plattenbau betitelten Debütalbums oszillieren zwischen Noise, Pop und Surf. Doch Plattenbau wären nicht Plattenbau ohne die dystopischen Sozialbehausung um ein paar Etagen Humor aufzustocken, denn was der Fassade nach als minutiöses Gesamtkonzept scheint, offenbart bei Begehung eine fast alberne Innenarchitektur, so zum Beispiel zu beobachten im Video zur Möchtegernsingle »Ray Charles«. Während Hype-Seismographen wie noisey und Crack Magazin dem Trio schon dicht auf der Spur sind befindet sich die Gruppe auf einer ausgedehnten Tour durch die USA inklusive verschiedener Gastspiele auf dem texanischen SXSW-Festival. Wir warten gespannt auf ihre Rückkehr in post-sozialistisches Territorium, liebe Genossinnen und Genossen: Seid bereit für Plattenbau live auf der Wilhelm-Pieck-Straße!
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