Ach, es ist gar nicht so schwer unsere Aufmerksamkeit zu bekommen: Einfach mal ein Album mit Brian Eno aufnehmen. Diesen traf Wahl-Berliner Tom Rogerson der Legende nach am Dixie-Klo draußen nach einem Gig. Man verstand sich gut, die gemeinsame Heimat im englischen Suffolk und die Liebe für avantgardistisch-minimalistische Klangrelaxantien boten Gesprächsstoff und mir nichts, dir nichts entstand das kollaborative Album Finding Shore. Auf diesem, und da wird’s interessant, improvisiert Rogerson am Klavier, während Ambient-Düsentrieb Eno den sogenannten Moog-Piano-Bar zum Einsatz bringt, eine Apparatur, die Klavieranschläge mittels Infrarotstrahlen in MIDI-Signale verwandelt. Tom Rogerson, der mit vier Jahren schon die Beine am Klavier seiner Schwester baumeln ließ und sich später mit 17 Jahren nicht so recht zwischen seinen Studien bei Harrison Birtwistle (Google!) und seiner Arbeit als Hotelpianist entscheiden konnte, fand auf diese Weise zu einem neuen Bezugssystem für seine Improvisationen. Ob Tom zu seinem Auftritt am Torstraßen Festival seinen Freund Brian mitbringt, lassen wir an dieser Stelle offen (… eher nicht!). Dass wir es mit einem sehr besonderen, befreienden und hypnotisierenden Konzert zwischen organischen und elektronischen Klängen zu tun haben werden, sei an dieser Stelle bestätigt.
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