Andreas Spechtl

2018

Um 14 Uhr eröffnen wir den Festivaltag im Grünen Salon mit einer Performance, die dem diesjährigen Festivalthema auf dem Leib geschneidert scheint. Thinking About Tomorrow and How to Build It heißt das neuste Werk vom Ja, Panik- Protagonisten Andreas Spechtl, entstanden in einer zweimonatigen Residenz im iranischen Teheran. Utopie, Angst und Zukunft sind die zentralen Motive der Platte, freie Sounds, Assoziationen und Gedanken formuliert an einem uns zumindest scheinbar fernen Ort. Aus den Klängen traditioneller persischer Perkussions- und Saiteninstrumenten collagiert Spechtl diese Erzählung und landet dabei doch bei einer durchaus einheimischen Form fluider, elektronischer Musik, die an Gruppen wie Can oder die frühen Kraftwerk erinnert. Doch zurück in die Zukunft: »In Teheran haben die Menschen keine Angst vor der Zukunft. Sie wissen, dass alles nur besser werden kann. Bis dahin feiern sie und sind kreativ hinter verschlossenen Türen. Und Andreas Spechtl tat es ihnen gleich.« analysiert Dax das Werk in einem ausführlichen Beipackzettel. »In einem Land, in dem Vieles verboten ist, ist in der Zukunft alles möglich. […] Davon berichtet Thinking About Tomorrow, and How to Build It, ein großes, opulentes Field Recording in zehn musikalischen Tagebucheinträgen« auf dessen Bühnenfassung wir gespannt sein können.