»Ghanas altes Reich und der 21st Century Global Express. Die Rhythmen aus der Vorzeit entlang der Beats, die die Gegenwart formen. Bei King Ayisoba laufen sie zusammen. Alles wird eins, steht zusammen, die Geschichte und das Heute. Tradition wird aus Zukunft gemacht.« Nur selten zitieren wir an dieser Stelle die offiziellen Pressetexte unserer Künstler*Innen, denn nur selten haben wir das Gefühl, es nicht besser sagen zu können. King Ayisoba auf unserem Festival zu begrüßen, ist eine besondere Ehre. Der Ghanaische Musiker überbrückt nicht nur, wie eingangs beschrieben, die Epochen, er tut dies mit einem ihm einzigartigen, rauen, einschlagenden Sound. Nebst einer Prise Hiplife (ein populärer Ghanaischer Musikstil, der Highlife mit Hip-Hop verbindet) konzentriert sich King Ayisoba vor allem auf die Perkussion, und damit auf die Tradition. Den Nukleus seiner Songs bilden Guluku und Dundun Drums, sowie die perkussive zweisaitige Kologo-Laute, deren Beliebtheit in der gegenwärtigen Ghanaischen Pop-Musik auf King Ayisoba zurückzuführen ist. Dazu skandiert Ayisoba, ob in Frafra, in Twi oder in Pidgin-English, immer mit maximaler Dringlichkeit, politischer Dimension und einer der charismatischsten Stimmen, die derzeit zu hören sind. Von der ersten Sekunde wird deutlich, dass es King Ayisoba um etwas geht. »It’s a preaching,« sagt Ayisoba selbst, »you can never cut the small stone. This means you have to stay strong, when you are big or small, they can never cut you when you are a stone.« Das westlich sozialisierte Ohr dürfte den Sound Ayisobas übrigens, nicht zuletzt wegen dessen anarchistischer Politik, durchaus mit Punk in Verbindung bringen. It’s all connected.
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