Würde man einen Dokumentarfilm über die Geschichte von Berlins Elektroszene drehen, Patric Catani wäre der perfekte Erzähler. Nachdem er sich in Köln, Westdeutschland mit zwei Amiga 500 Rechnern unter dem Arm einen Namen gemacht hatte folgte in den frühen 90er Jahren der Umzug nach Berlin. Mit einem DAT Tape für Digital Hardcore Records in der Tasche spielte er die Bass Terror Nacht im besetzen Eimer in der Rosenthaler 68 und fand Anschluss an die sich formierende Crew um Atari Teenage Riot Frontmann Alec Empire. Mit Gina D’Orio (später Cobra Killer) startete er die legendäre Band EC8OR, spielte vor The Prodigy in Tokyo und veröffentlichte Tracks auf dem Beastie Boys Label Grand Royal. Seitdem läßt Patric von keiner Kollaboration und keinem Genre die Finger. Er produzierte die Puppetmastaz, arbeitet mit Chilly Gonzales, Max Turner und Angie Reed, erschien solo und bald unter seinem Alter Ego Candie Hank. Dieses Jahr kam sein jüngstes Album Blingsanity raus, ein ausgeklügeltes Stück dunkler Bass-Musik der Jetzt-Zeit mit dem eigentlich nur Hudson Mohawk mithalten kann. Bei uns steht er zusammen mit seinem Alter Ego Ill Till auf der Bühne und –Moment– da ist ja sogar eine kleiner Dokumentarfilm…
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