Die Epilog

2019

Strophe – Refrain, dazwischen zerrissen. Anders schreiben über Pop

Diskussion organisiert von: Die Epilog

Viel war aus den Bombentrichtern der Einschläge NME, Intro, Spex zu hören vom Ende des Musikjournalismus und zaghaften neuen Wegen. Wenig geredet haben die üblichen Verdächtigen dabei zur Frage, wie das auch neue Formen des Schreibens über Pop möglich wie notwendig macht – jenseits der Formate, in denen sich der Journalismus seit den 1980ern gemütlich eingerichtet hat. Lesen wir in den grauen Ruinen des Systems Diederichsen? Fand die letzte Revolution des Pop-Schreibens statt, als Mark Fischer mit Björk auf ein Dach kletterte? Wie kann man Pop schreiben, wie eine Sprache finden, die nicht mit Selbst-Hören und Followen konkurriert? Gemeinsam mit Expert*innen aus der Praxis zwischen Journalismus, Musik und Literatur kommt dieses Panel, kuratiert von der Zeitschrift zur Gegenwartskultur Die Epilog, neuen Poetologien des Pop-Schreibens auf die Schliche.

JJ Weihl ist Musikerin, Kuratorin, Video-Künstlerin und Übersetzerin. Seit zehn Jahren in Berlin lebend, ist Weihl Creative Director des Video-Kunst-Kollektivs VIDEOKILLS Gründungsmitglied der Band Fenster. Solo tritt sie unter dem Moniker Discovery Zone auf.

Hendrik Otremba wurde 1984 im Ruhrgebiet geboren und lebt heute in Berlin. Er ist Schriftsteller, bildender Künstler und Sänger der Gruppe Messer, außerdem arbeitet er als Dozent für kreatives Schreiben. 2017 erschien sein Debütroman Über uns der Schaum, 2019 der Roman Kachelbads Erbe.

Julia Lorenz studierte Publizistik und Politikwissenschaft in Berlin. Heute schreibt sie über Musik und Gesellschaft und beides zusammen, als Redakteurin des Musikexpress oder frei für Die Zeit, taz oder Zitty.

Moderation: Steffen Greiner, Die Epilog