Genau 3 Minuten und 34 Sekunden hat es gedauert und wir waren Fans von Dinner, denn 3 Minuten und 34 Sekunden dauert Dinners Videoclip zum Titeltrack der neuen EP Girl. Darin präsentieren sich Anders Rhedin (der dänische wahl-einäugige Schöpfer von Dinner) und Begleitband als plumpe Möchtegern-Pop-Stars beim Proben im Partykeller. Bei aller Albernheit schwebt in dieser digital verschwommen Performance etwas Unheimliches mit. Etwas Okkultes, ja Rituelles mit durchaus bedrohlichem Unterton, welcher vor allem Dinners außergewöhnlich Nico-esken Stimmlage geschuldet ist. Viel zu tief, so möchte man meinen, erzählt der geisterhafte Chansonnier von Liebe, Tod, den Mädchen und Los Angeles, der Stadt in der er selbst lebte und deren Söhne Ariel Pink und John Maus seinen Sound ganz offensichtlich nicht unbeeinflusst ließen.
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