2014
«When you close your Eyes / Take me into your dreams» – verwaschen, verschlafener Dream-Rap aus Kanada. Emma C aka Magic Island schreibt Liebeslieder die im Morgengrauen entstehen, Oden an die späten Stunden und Sonnenaufgänge, die sich noch den Schlaf aus den Augen wischen. Auf ihrer Debut EP Intoxicated Sunset zelebriert sie den Verfall und den Wiederaufbau. Das rauschhafte trifft auf Katerstimmung. Hooklines verschwinden im «I wonder if we make it through another Night of the Sunset». (Michael Aniser / BCR)
2017 Super Sunday
Ganz lokal dagegen agiert Emma Czerny: Benannt nach der Neuköllner Eckkneipe Zauberinsel schwelgt die Kanadierin als Magic Island in verträumt-magischen Sphären. In 2014 noch mit einem kleinen Repertoire rund um ihren Homerecording-Hit »Baby Blu« auf dem Torstraßen Festival zu Gast, betritt sie nun zusammen mit dem himmlischen Mini-Chor The Angels und ihrem unlängst auf dem Berliner Label Mansions & Millions erschienenen Debutalbum Like Water die große TSF-Sonntagsbühne. Der Titel »Like Water« trifft die Musik von Magic Island: Denn wie Wasser umspült sie verschiedenste Gemütszustände, schlägt Wellen, taucht ein, kühlt und wärmt wie ein kneippsches Wechselbad und klingt dabei wie die bittersüßen, morgengraulichen Resterscheinungen einer langen und nicht mit allen Aspekten des Bundesbetäubungsmittelgesetzes konformen Neuköllner Nacht.
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