Auf dem letzten Torstraßen Festival war Johannes von Weizsäcker als radelnder Reporter für die Berliner Zeitung unterwegs. Er gesellte sich zur Postrock-Prominenz im Grünen Salon, entdeckte DENA im CCCP, beschäftigte sich mit Touchy Mobs Gesichtsbehaarung und holte sich schließlich einen ordentlichen Muskelkater. Der Exbundespräsidentengroßneffe lebt, wie man so sagt, zwischen Berlin und London, ist Journalist und Frontsau der Pan-Ärmelkanal’schen Formation The Chap. In einem Drittleben hat Johannes ein neues Ziel vor Augen: Erfolg. Solo und auf deutsch wortklaubt er sich äußerst unterhaltsam durch absurde Stories, die er wahlweise liest, singt oder von Dritten vor elektroakustischer Kulisse vortragen läßt. Dabei geht es um die Phänomene unseres abstrusen Alltags: Protagonist Mausmann wird durch den Gewinn eines TV-Kochwettbewerbs vom Investmentbanker zum Celebrity, ein konzentrierter Grieche liest Nachrichten zur EU-Finanzhilfe und andernorts spielt eine Fritteuse eine ungewöhnlich prominente Rolle. Diskurs, Dada & Dancefloor? Das klingt nach Erfolg.
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Foto: Stephanie Piel
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