V

2016

Australien: V geht auf die Kunsthochschule, zeichnet, macht Zines, tätowiert, entdeckt The Slits und gründet ihre erste Band. London: V hasst die Stadt und zieht nach Berlin. Berlin: V hängt im Tacheles rum, in der Punk- und Hausbesetzer-Szene, veranstaltet Konzerte, und gründet, Moment, eins… zwei… drei… Bands, Projekte, Identitäten? Neben Transylvania und Holysix ist V nur eine Inkarnation der Australierin. Als Black Pop klassifiziert V selbst ihre Musik, düster geht es zu, Stimme, Synthesizer und stoische Beats. »100 Black Holes«, »Kill Me Now« oder »No Return«, so eine kleine Auswahl der wenig aufmunternden Songtitel – suizidaler Dark Wave und scharf umrissener Industrial treffen auf den großen Pop der 80er. Dabei taugt V selbst zur Ikone. Ihre geschlechtsneutrale Erscheinung kombiniert sie mit entschiedener Theorie und Praxis in Sachen DIY, Anti-Kapitalismus und Lebensstil. Man lasse sich anstecken von Vs dunklen Energien und einer auch im Underground selten gewordenen kompromisslosen Attitüde.