»Lilac and kindness and honesty. Just… basic things« sagt die junge Frau mit dem nordenglischen Akzent in den ersten Sekunden des neuen Albums Foam Island (Warp) und eröffnet damit ein düster funkelndes Konzeptalbum, die vorläufige Sternstunde der Band Darkstar. Drei Monate haben Aiden Whalley und James Young in ihrer Heimatstadt Huddersfield den Träumen und Ängsten junger Menschen zugehört und so seismographisch eine sich verändernde Lebensrealität eingefangen um diese mit dem Sound der Band zu verweben. Das Album entstand parallel zum 2015er Wahlkampf und wurde so zum Realitätsabgleich mit den vermeintlichen Leistungen und den vollmundigen Versprechen David Camerons, welcher die Wahlen zur Ernüchterung der Band infolge gewinnen sollte. Das Duo, das sich seit bestehen des Projekts klammheimlich von Dub-Step zu Synth-Pop, vom Dancefloor in den Alltag geschlichen hat führt die lange Tradition des social realisms in der britischen Pop-Musik fort. Eine Linie, die von The Smiths über Pulp hin zu The Streets reicht und Quell einer Musik ist, die Hirn- und Herzmuskeln gleichermaßen zucken läßt.
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