Highest Sea

2017

Kat Frankie x TSF’17:

Irgendwie off-key und ungewohnt, gleichzeitig lyrisch-verträumt und melodisch – die Musik von Leila Zanzibar aka Highest Sea lässt sich nur mit Gegensätzen beschreiben. Die werden auch nie ganz aufgelöst, und trotzdem – oder gerade deshalb? – geht das Konzept wunderbar auf. Das Ergebnis ist entrückter Dream-Pop vom Feinsten, der auf dem Label Späti Palace mit den Kollegen von Mother of the Unicorn und Strand Childs in bester Gesellschaft ist. Untermalt von herrlich schrammelnden Indie-Gitarren schwebt uns Zanzibars Stimme auf der EP Haunted Hearts roh und seltsam entrückt, wie aus einer anderen Sphäre kommend, entgegen. Das erinnert an den ungeschliffenen, eindringlichen Zauber von Nico – und gefällt. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Dann überzeugt euch live und lasst eure Herzen, passend zum EP-Titel, von Zanzibars schaurig-schöner Melancholie heimsuchen – oder, wie sie selbst im Song Hawaii so schön lässig und gleichzeitig eindringlich singt: „So why don´t you come over here?“