Da Kat Frankies treue Gefolgschaft wahrscheinlich mittlerweile die Kapazitäten unseres Festivals sprengen würde, freuen wir uns in diesem Jahr auf Keøma, ein ganz neues Projekt der australischen Singer-Songwriterin, die schon seit vielen Jahren eine feste Koordinate der Berliner Musikszene ist. Bei Keøma mit im Boot ist der Kölner Liedermacher Chris Klopfer, singen dürfen beide, «synth pop» nennt Frankie das und die ersten Hörproben weisen auf weit mehr als einen experimentellen Seitensprung von zwei Solo-Künstlern hin. Keøma klingen von Anfang an ausgereift, zeitgemäß arrangierte Pop-Songs, gefühlvoll und sanft aber dabei von einer Dynamik, die auch im Radio eine gute Figur macht. Auf den digitalen Dependancen der Band findet sich eine Art Manifest: von Einsamkeit ist die Rede, von Schrecken und Dunkelheit aber auch davon das Keøma der goldene Ozean sei, der Regenwald, der Klang von Natur, von Bruder und Schwester. Wir schlussfolgern: Die Welt und das Leben sind nicht immer schön. Kat und Chris wissen das, lassen es uns aber einen Pop-Song lang vergessen. Seufz.
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