Tastenclub presents: Lambert.
Lambert der Maskenmann. In gehörnter Anonymität sitzt er (oder sie?) am Piano, ein bisschen Daft Punk, ein bisschen Eyes Wide Shot, und klimpert (im besten Sinne) minimale Etüden, Kleinstwerke von melodiöser Einprägsamkeit, intimer Klangerzeugung und sprödem Charme. Claude Debussy, Chilly Gonzales und Yann Tiersen sind als ästhetische Koordinaten dieses Sounds nicht zu überhören, die Originalität seiner Miniaturen allerdings ist außergewöhnlich. Lamberts Album ist, so namenlos wie der Mensch hinter der Maske, auf dem Berliner Label Staatsakt erschienen und wurde von Nils Frahm gemischt und gemastert. Mit einer Reihe von Piano-Reworks machte Lambert schon vor dem Debut-Album auf sich aufmerksam, Bonaparte, Ja Panik, Boy und Me and My Drummer, sie alle kamen in den Genuss einer seiner minimalen Neubearbeitungen. Um die Identität des Künstlers ranken sich derweil unterhaltsame Gerüchte, die Münchner Abendzeitung vermutet Piano-Großmeister Frahm himself hinter der Maske während die Spex auf Markus Lanz spekuliert. Wir zeigen uns von derlei Autorenkult natürlich unbeeindruckt, geniessen das Werk und freuen uns auf kleine Kompositionen in der kleinen Waldo Bar.
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