Aus der Janus-Crew, einem Label und Veranstaltungskollektiv, das es vom Chester’s über die New York Times heute regelmäßig ins Berghain führt stammt Produzent J’Kerian Morgan alias Lotic. Geboren und aufgewachsen in Houston, Texas operiert Lotic heute von Berlin aus und prägte innerhalb kürzester Zeit mit seinen apokalyptisch/futuristischen Produktionen und eklektischen DJ-Sets den Klang der Stadt. Seinen Mix Damsel in Distress bezeichnet das Fact Magazine als «…one of 2014’s most important mix tapes», seine letzte EP Heterocetera, erschienen auf Tri Angle, wird bei Pitchfork mit seltenen 8.0 Punkten gelistet und spätestens nach dem Remix von Björks «NotGet» ist Lotic kein Geheimtipp mehr. Dabei sind die Klangwelten des Texaners in der Tat einzigartig. Lotic mischt die Rythmik von Hip Hop und RnB mit dystopisch-technoiden Sounds, zerhackt und collagiert, verbiegt und verdreht die Elemente. Respektvoll taucht er einen eigentlich rauhen Straßensound in ein futuristisches Klang-Gelee, täuscht an, lässt Erwartungen ins Leere laufe und belohnt darauf mit einem Beyoncé-Sample. Bei all dem fährt er die Regler weit in den roten Bereich und distanziert sich so von Sound-Art und Hi-Fi-Fetischismus. Lotics Auftritte sind Hybriden aus Live-Konzert und DJ-Set: spektakulär, verstörend, tanzbar.
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