Yule FM

2013

No Fear of Pop presents: Yule FM.

Die Lieder des Berliners, der hinter dem Projekt Yule FM steht, auf Einsamkeit zu reduzieren, wäre sicher zu kurz gegriffen. Aber man müsste schon mit emotionaler Blindheit gestraft sein um zu verkennen, dass das Gefühl von Verlorenheit und Distanz jedes einzelne Stück durchdringt. Die Musik von Yule FM handelt von der Welt und ihren Tücken, den Menschen da draußen und ihren Abgründen, entsteht aber in der fast schon paradigmatischen Situation der fast völligen Isoliertheit, allein hinter verschlossenen Zimmertüren. In der Tat war der leicht abgedroschene Begriff des bedroom pop nur selten treffender. Die Songs erinnern mitunter an das Werk berühmter amerikanischer Loner, von denen Yule FM sich sicher hat beeinflussen lassen – ein wenig Bon Iver, ein bisschen Casiotone For The Painfully Alone – und doch ist der Zugang ein gänzlich eigener, unvoreingenommener. Die Miniaturen, die dabei entstanden sind, oft nur kurze Etüden oder gebrochene Kompositionsfragmente, lassen eine Weltsicht erkennen, die uns allen nur allzu bekannt sein dürfte. (Henning Lahmann / No Fear of Pop)

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