Banque Allemande

2014

Argh! Was ist das für eine Band!? Wo kommen die plötzlich her?! Rohe Melodien, spröde Texte und schreddernde Gitarren wie man es in den 90ern auf Labels wie Sub Pop oder Kill Rock Stars hören konnte. Von Bands wie Sleater-Kinney, Mudhoney oder Sonic Youth. In Hamburg mochte man sowas in den 90ern, in Berlin gibt es Mutter und gab es The Aim of Design is to Define Space, deren T-Shirt leider immer populärer war als ihre Musik. Hinter Banque Allemande stehen drei Männer in Hawaiihemden mit den aufregenden Namen Markus, Harald und Olaf. Die Berliner Band veröffentlicht ihre Musik auf dem kalifornischen Label Scott Soriano Records, ihr letztes Album heißt «Willst Du Chinese sein, musst Du die ekligen Sachen essen». Das Trio wankt durch seekranke Instrumentalparts, trotzt so einigen Krachwellen und sieht doch immer den Viervierteltakt am Horizont. Dabei werfen sie netzeweise Phrasen über die Reling, die auch einen Band Best of Rainald Goetz füllen könnten. Wo also bleibt die Spex-Titelstory? Banque Allemande strengen an, sind intelligent und laut. Treffsichere Distinktion: «Im Radio… läuft Radiomusik.» Zitat Ende.

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