Man möge uns an dieser Stelle eine gewisse kuratorische Oberflächlichkeit vorwerfen: Auf unserer Festivalausgabe mit dem Motto FOREVER spielt der Zukunftsforscher André Uhl ultraromantischen Zukunftsmusik, kommen Bad Hammer mit ihrem Song »Forever« vorbei und jetzt legt die transsilvanische (yes.) Produzentin Jinka noch einen drauf und veröffentlicht kurz vor knapp einen potentiellen Superhit namens »Countdown Forever«. Potentielle Superhits sind Jinkas Expertise. Countdown Forever ist ein kristallklar produziertes Stück Pop-Musik, sprudelt vor jugendlichem Hedonismus und doch, hach, countdown forever, bald ist’s vorbei mit der Unendlichkeit, mit der Unbeschwertheit, alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Verfall, Vanitas, in high-definition Richtung Abgrund, blood on the dancefloor, Yin und Yang. Ist das gute Pop-Musik? Aber hallo! Wir stellen uns vor wie Diplo den Track im Sonnenuntergang, oder, noch geiler: im Sonnenaufgang von Coachella »droppt«. Electronic Dance Music, EDM, war das mal ein Schimpfwort? I don’t think so. Und: Wir sprechen hier nur von einem Track. Mit »Shock Mounted«, »Flesh to White to Black to Flesh« und »Trash from the Past« hält Jinka die Ohrwurm-Benchmark weiter auf höchstem Level. Gaststätte W. Prassnik, are you ready for this?
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